DFB-Sozialwerk
Mit Fußball Teil einer großen Familie sein
Sepp-Herberger-Sozialwerk-100x100 Sepp Herbergers Wunsch war es, dass sein Privatvermögen in Not geratenen „Fußballern“ zu Gute kommt. Mit dem DFB-Sozialwerk wird bis heute bei schweren Schicksalsschlägen geholfen.

Der Ertrag des in die Sepp-Herberger-Stiftung eingebrachten Nachlasses ist vom übrigen Vermögen der Stiftung getrennt zu verwalten und soll mit Vorrang verwendet werden zur Unterstützung schuldlos in Not oder wirtschaftliche Bedrängnis geratener Spieler und deren Familien“, so heißt es in dem Testament der Eheleute Herberger. Um diesem Willen nachzukommen engagiert sich die Stiftung unter dem Motto „Hilfe für Fußballer in Not.“ Diese Förderung ist die Fortführung des Sozialwerkes des Deutschen Fußball-Bundes, das 1955 eingerichtet wurde. Sie ist ein wesentlicher Teil der Stiftungsarbeit.

Mit dem DFB-Sozialwerk wird bis heute bei schweren Schicksalsschlägen geholfen. Hilfe, die oft respektvoll im Stillen erfolgt. Meist auf Hinweis der DFB-Landesverbände oder von Fußballvereinen. Schnell, fürsorglich und diskret.

Für den Fußball. Für die Menschen.

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Bei zahlreichen Schicksalsschlägen konnte die Sepp-Herberger-Stiftung bereits helfen. Drei Schicksale verdeutlichen, wie das Sozialwerk helfen kann:

Patrick Wirth ist Anfang 20, als sich sein Leben schlagartig verändert. Der ehemalige Regionalliga-Fußballer des 1. FC Kaiserslautern wird zum Pflegefall. Eine Nervenkrankheit zerstört seine Spielerkarriere, raubt ihm die Stimme und fesselt ihn bis heute an sein Bett. Die Sepp-Herberger-Stiftung hilft Patrick und seiner Familie mit verschiedenen Aktionen finanziell und konnte Kontakte herstellen, um Patricks ärztliche Versorgung zu verbessern.

Der 12-jährige Jannik Schewes zählt zu den größten Talenten am DFB-Stützpunkt in Limbach (Saarland). Es liegen erste Anfragen von Profivereinen vor. Auf dem Weg mit dem Fahrrad in die Kirche wird Jannik von einem Auto erfasst und – obwohl er einen Fahrradhelm trug – erheblich am Kopf verletzt. Infolge des tragischen Verkehrsunfalls kam es zu einer starken Gehirn-Einblutung. Jannik lag fast zwei Monate im Koma. Die Sepp-Herberger-Stiftung unterstützt Janniks Genesung im Rahmen einer Langzeitförderung durch die Mitfinanzierung der umfangreichen Reha-Maßnahmen.

In vielen Fällen wird die Sepp-Herberger-Stiftung auf Anregung der DFB-Landesverbände nach sorgfältiger und intensiver Prüfung tätig. So auch beim ehemaligen Verbandsliga-Fußballer Wojtek Czyz. Nach einem Zusammenprall mit dem gegnerischen Torhüter verlor Czyz den Unterschenkel. Die Freude am Sport und seinen sportlichen Ehrgeiz hat der sympathische Kaiserslauterer jedoch nie verloren. Mit einer von der Sepp-Herberger-Stiftung finanzierten speziellen Läuferprothese wechselte Czyz in die Leichtathletik und zählt nach vier Goldmedaillen bei den Paralympics 2004 in Athen zu den bekanntesten und erfolgreichsten Paralympioniken Deutschlands. Seine Bestwerte sind Fabelmarken: Er läuft die 100 Meter in 12,26 Sekunden, die 200 Meter in 25,75 Sekunden und beim Weitsprung katapultiert er sich 6,50 Meter durch die Luft. Wojtek Czyz ist ein tolles Beispiel dafür, dass der Sport auch bei noch so schweren Schicksalsschlägen Hilfe leisten kann, um neuen Lebensmut zu fassen.