Wenn Hilfe eine Herzensangelegenheit ist
09. Juli 2021 Zurück zur Artikelübersicht »

Ulrich Greifenberg gehört seit sechs Jahren zu den „Freunden der Nationalmannschaft“ (FdN). Der 68-Jährige erzählt, warum ihm die Mitgliedschaft in dieser Runde sehr wichtig ist und wie ein Kreuzbandriss einen seiner Träume zerstören konnte.

Ulrich Greifenberg hatte einen Traum. Von der Bundesliga, der großen, weiten Welt des Fußballs. Als Torwart war er auf dem Weg dorthin. Für Rot-Weiß Lüdenscheid und den TuS Schloß Neuhaus hatte der heute 68-Jährige bereits in der 2. Bundesliga gespielt und mit starken Leistungen den SV Werder Bremen auf sich aufmerksam gemacht. Aber dann schlug das Schicksal zu: Ein Kreuzbandriss zerstörte seinen Traum von der Bundesliga.

Eine beachtliche Karriere gemacht

Portrait von Ulrich Greifenberg

Ulrich Greifenberg ist Mitglied bei den „Freunden der Nationalmannschaft“.

Heute kann Greifenberg die Geschichte erzählen, ohne dass die Erinnerung wehtut. Er ist dem Fußball treu geblieben und hat auf anderen Wegen eine beachtliche Karriere gemacht – vor allem sein soziales Engagement ist beeindruckend. Greifenberg ist Mitglied der „Freunde der Nationalmannschaft“, dem Förderverein der DFB-Stiftung Sepp Herberger. Seit 1978 haben die Vereinsmitglieder weit über fünf Millionen Euro für die Arbeit der ältesten deutschen Fußballstiftung bereitgestellt. Greifenberg ist seit sechs Jahren dabei und hat in dieser Zeit über zehn Begegnungen der DFB-Auswahl im Kreis der „Freunde der Nationalmannschaft“ erleben können. Unter anderem war er bei einem 2:1-Sieg in der EM-Endrunde in der Ukraine dabei.

„Ich wäre gerne öfter dabei, aber derzeit lässt das meine Zeit noch nicht zu“, sagt Greifenberg, der einen Sporteinzelhandel in Schauenburg betreibt. Auch im international erfolgreichen Onlineshop seines Sohnes ist Greifenberg noch aktiv. „Beides macht mir unglaublich viel Spaß, nimmt jedoch sehr viel Zeit in Anspruch. Wenn das einmal etwas weniger wird, möchte ich mir auf jeden Fall auch persönlich vor Ort anschauen, wofür die Gelder der DFB-Stiftung Sepp Herberger eingesetzt werden.“

In Kontakt mit Topklubs wie Real Madrid oder dem FC Sao Paolo

Greifenberg hilft gerne, wenn es ihm möglich ist. Das macht er seit mindestens 25 Jahren. Lange hat er eine nordhessische Auswahl von Ex-Profis organisiert, die für den guten Zweck Benefizspiele bestritt. Auf diesem Weg sind über 250.000 Euro zusammengekommen. Außerdem hat er mehr als zehn Jahre lang ein internationales Hallenfußballturnier in seiner Heimatstadt Schauenburg bei Kassel ausgerichtet. Schirmherr der einzelnen Veranstaltungen war der jeweilige DFB-Präsident. Alle führenden Bundesligisten mit ihren All-Star-Teams waren am Start, genauso wie internationale Topklubs wie Real Madrid, der FC Sao Paulo, Benfica Lissabon, Ajax Amsterdam und Inter Mailand – auch hier wurden die Einnahmen Einrichtungen für Kinder oder Menschen mit Handicap zur Verfügung gestellt.

Zu den „Freunden der Nationalmannschaft“ ist Greifenberg über ein Vereinsmitglied gekommen, der ihm von dem Klub und dessen sozialer Ausrichtung erzählt hat. „Als ich davon erfahren habe, musste ich nicht lange überlegen. Dass auf diesem Weg Gelder für die wichtigen Themen der DFB-Stiftung Sepp Herberger gesammelt werden, hat mich sofort angesprochen. Selbstverständlich unterstütze ich da gerne“, betont er.

Greifenberg möchte zukünftig noch mehr Länderspiele mit den „Freunden der Nationalmannschaft“ live im Stadion verfolgen. Große Ereignisse werfen schließlich schon ihre Schatten voraus. Besonders seine Vorfreude auf die Europameisterschaft 2024 im eigenen Land ist groß…