Neues Führungsduo für die DFB-Stiftungen Egidius Braun und Sepp Herberger
27. Oktober 2013 Zurück zur Artikelübersicht »

Die Funktionäre Eugen Gehlenborg (66) und Reinhard Grindel (52) sind auf dem 41. Ordentlichen Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Nürnberg in das DFB-Präsidium gewählt worden. Gehlenborg verantwortet als Vizepräsident künftig das sozial- und gesellschaftspolitische Engagement des Verbandes. In dieser Eigenschaft ist der Diplom-Pädagoge geschäftsführender Vorsitzender der DFB-Stiftung Egidius Braun und Vorsitzender der Sepp-Herberger-Stiftung. Grindel ist als DFB-Schatzmeister satzungsgemäß auch für die Finanzen der Stiftungen zuständig.

Die beiden Niedersachsen folgen auf Vizepräsident Karl Rothmund (70) und Schatzmeister Horst R. Schmidt (71), die altersbedingt aus dem höchsten Verbandsgremium und damit auch aus den Stiftungsvorständen ausgeschieden sind. Zusammen mit Geschäftsführer Wolfgang Watzke bilden sie künftig den dreiköpfigen Stiftungsvorstand. „Dankbarkeit, weil man im wichtigen sozialen Bereich mitgestalten kann; Freude, weil einem in der Fußballfamilie interessante Menschen und Projekte begegnen; und Demut, denn man muss sich bewusst sein, auf wie vielen ehrenamtlichen Schultern die Alltagsarbeit des DFB ruht. Ohne die Stiftungen wäre der DFB um ein Vielfaches ärmer und schmalspuriger“, so fasste Eugen Gehlenborg nach seiner Wahl seine Empfindungen zusammen.
Eugen Gehlenborg

Eugen Gehlenborg

Der bisherige Vorsitzende Karl Rothmund sagte: „Ich habe in den sechs Jahren gesehen, welches gesellschaftspolitische Engagement der deutsche Fußball bereit ist, zu übernehmen – weil er es auch übernehmen muss, als Treibriemen für die Gesellschaft, die sich in großen Teilen mit dem Fußball identifiziert. Der Fußball kann die Gesellschaft nicht verändern, aber er kann dazu beitragen, dass gesellschaftspolitische Themen auf die Tagesordnung gesetzt werden.“

Der gebürtige Hamburger Reinhard Grindel sitzt seit dem Jahr 2002 für die CDU im Bundestag und war vorher Leiter des ZDF-Studios in Brüssel. Er übernimmt das Schatzmeisteramt von Horst R. Schmidt und ist in dieser Funktion auch Stiftungsschatzmeister: „Ich habe vor, diese Aufgabe sehr engagiert wahrzunehmen. Ich bin überzeugt, dass die Wahrnehmung sozialer Verantwortung und das Kerngeschäft des DFB keine Gegensätze sind. Sie bedingen einander.“ Schmidt: „Abschied mit weinendem Auge!“

Für Horst R. Schmidt, seit 37 Jahren für den DFB in verschiedenen Positionen tätig, war auch der Abschied aus dem Stiftungsvorstand mit Wehmut verbunden: „Ich gehe sicherlich mit einem weinenden Auge. Wenn man so lange eine Aufgabe übernommen, die Egidius-Braun-Stiftung mitgegründet und weiterentwickelt hat, kann es gar nicht anders sein. Wir haben in den Leistungsfeldern einen sehr hohen Level erreicht. Der wirtschaftlichen Seite, wie zum Beispiel der Erfüllung der Haushalte, kommt künftig eine besondere Bedeutung zu.“

Neben Rothmund und Schmidt schieden auch die DFB-Vizepräsidenten Hermann Korfmacher (Amateure) und Rolf Hocke (Prävention, Integration, Freizeit- und Breitensport) aus dem Präsidium aus. Ronny Zimmermann, der Präsident des Badischen Fußballverbandes, ist dafür neu im DFB-Präsidium.Zimmermann gehört zu den Mitgliedern des Kuratoriums der Sepp-Herberger-Stiftung.