Sepp-Herberger-Stiftung unterstützt jungen Fußballer aus Bremen
29. September 2011 Zurück zur Artikelübersicht »

Mit einem nicht alltäglichen Schicksalsschlag wandte sich Andreas Westphal, Trainer der C-Junioren von Tura Bremen, an den Bremer Fußball-Verband (BFV). Er bat um Unterstützung für seinen Spieler Leon Schäfer, der bis 2010 auch in den DFB-Stützpunkten des BFV gefördert wurde. Ein vermeintlicher Bluterguss unterhalb des Knies stellte sich als Knochenkrebs heraus. BFV-Pressesprecher über das Schicksal des 14jährigen Nachwuchsfußballers.

 Anfangs war es ein harmloser Bluterguss, doch dieser stellte sich leider sehr schnell als Knochenkrebs heraus. Mehrere Operationen und Therapien konnten letztlich nicht verhindern, dass Leon am betroffenen Bein der Unterschenkel amputiert und mit einer entsprechenden Orthese versorgt werden musste. Das Fußballspielen musste Leon deshalb aufgeben. “Er ist jedoch sehr tapfer mit der Situation umgegangen und möchte nicht völlig ohne sportliche Aktivitäten seine Freizeit gestalten”, erzählt Andreas Westphal von seinem Schützling. In der behandelnden Klinik ist Leon auf die Idee gekommen, sich in der Leichtathletik zu betätigen. Hierfür war allerdings die von der gesetzlichen Krankenversicherung finanzierte Orthese nicht geeignet. Ein speziell auf die Bedürfnisse eines Läufers zugeschnittenes Modell wird jedoch nicht von der Krankenkasse finanziert.

Persönliche Post vom DFB-Präsidenten

Mit dieser wohl einzigartigen Geschichte wandte sich der BFV an die Sepp-Herberger-Stiftung des Deutschen Fußball-Bundes. Dort berührte Leons Schicksal die Entscheidungsträger und die Stiftung unterstützte Leon mit einer Solidarspende in Höhe von 3.000 Euro, die die Anschaffung einer sportgeeigneten Orthese erleichtern soll. “Es ist schön, dass der Sport auch künftig ein wichtiger Bestandteil Deines Lebens sein soll”, schreibt DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger, zugleich Vorsitzender des Kuratoriums der Sepp-Herberger-Stiftung, in einem persönlichen Brief an Leon. Den Scheck bekam Leon im Rahmen eines Bundesliga-Heimspiels des SV Werder Bremen in der Loge des Bremer Fußball-Verbandes von BFV-Vizepräsident Dieter Stumpe überreicht.

Mit dem “DFB-Sozialwerk” fördert und unterstützt die Sepp-Herberger-Stiftung in Not geratene Fußballspieler und deren Familien. Der ältesten deutschen Fußballstiftung steht dafür das Privatvermögen der Familie Herberger zur Verfügung. Sepp und Eva Herberger haben testamentarisch verfügt, dass ihr Vermögen in solchen Fällen eingesetzt werden soll.