Nachlese: Das Stiftungsjubiläum im Spiegel der Presse
28. November 2007 Zurück zur Artikelübersicht »

Das 30-jährige Bestehen der Sepp Herberger-Stiftung fand in den Medien eine breite Beachtung. Hier eine Auswahl von Pressestimmen über den feierlichen Abend in Hannover.

 „Vom Chef bleibt mehr als ein Wunder“, titelte die Frankfurter Allgemeine Zeitung zum feierlichen Jubiläumsabend in Hannover mit rund 200 illustren Gästen. Die FAZ schrieb: „Noch einmal war der ‚Chef’ allgegenwärtig. In schwarzweiß an die Wand und auf Fernsehschirmen projizierten Bildern, in Festreden und in bewundernden Bemerkungen von Mitarbeitern des längst legendären Josef, im Volksmund Sepp, unter Kennern Seppl Herberger. Der Bundestrainer aller Bundestrainer, der 1954 mit dem Gewinn des Weltmeistertitels das ‚Wunder von Bern’ kreierte und 1977 im Alter von 80 Jahren starb, hat kräftige Spuren hinterlassen, die bis in die Neuzeit reichen. Dazu gehört nicht zuletzt die genau einen Monat vor seinem Tod im Rittersaal des Mannheimer Schlosses aus der Taufe gehobene Sepp Herberger-Stiftung, bis heute das größte Sozialwerk des deutschen Fußballs.“

Das kicker-sportmagazin würdigte die älteste deutsche Fußball-Stiftung und ihren Namensgeber ganzseitig: „Seit 30 Jahren ist er tot. Doch der Geist von Sepp Herberger lebt in seiner Stiftung weiter. Mit und durch den Fußball. […] Herberger schaffte es als große Persönlichkeit der Zeitgeschichte und dank seiner Stiftung, durch den Fußball und mit dem Fußball Werte zu vermitteln. […] Auch wenn man ihn nicht persönlich kennenlernen durfte: Erzählungen und Zeitungsberichte über Sepp Herberger machen einem deutlich, dass der kleine Mann mit dem zerfurchten Gesicht und den forsch dreinblickenden Augen es auch genauso meinte, als er abseits jeder Fußballweisheit eine ganz persönliche Lebensphilosophie preisgab: ‚Wer oben ist, darf die unten nicht vergessen“.

Die größte regionale Tageszeitung in Deutschland, die Westdeutsche Allgemeine Zeitung, verlautbarte: „Eine Stiftung kommt in die Jahre. Doch ihr Anliegen bleibt auf ewig jung: Helfen, unterstützen, Problemfälle und hoffnungsvollen Zukunftsprojekten unter die Arme greifen. So versteht sich der Nachlass des legendären Bundestrainers Sepp Herberger, der vor drei Jahrzehnten ein Sozialwerk ins Leben rief, das heute 15 Millionen Euro spendete und an diesem Abend in Hannover Geburtstag feiert.“
Die Tageszeitung Ruhr Nachrichten rückte die prominenten Repräsentanten in den Blickpunkt: „Es ist nicht das Geld allein, mit dem der DFB glücklich macht. Es sind vor allem die Idole im Nationaldress, die die Stiftungsarbeit so wirksam unterstützen. Fritz Walter, rechte Hand des ‚Bundessepp’, besuchte mehr als 300 Gefängnisse, nun haben Weltmeister Horst Eckel, Ehrenspielführer Uwe Seeler und der Augsburger Helmut Haller, einer der ersten Italien-Legionäre, diese Aufgabe übernommen.

Die Deutsche Presseagentur thematisierte vor allem das Engagement von Horst Eckel, Helmut Haller und Uwe Seeler. Die At-Internationalen besuchen für die Sepp Herberger-Stiftung Gefängnisse, um mit dem Fußball einen Beitrag zur Resozialisierung von Straftätern zu leisten. Die dpa zitierte Horst Eckel, jüngster Spieler der WM-Mannschaft von 1954, nach der Pressekonferenz in Hannover: „Wenn ich in Gefängnisse gehe, gehe ich nicht nur dahin, um dort nach Turnieren Pokale und Urkunden zu überreichen. Ich führe dort Einzel- und Gruppengespräche, darin sehe ich meine Hauptaufgabe. Wichtig ist, dass ich den Gefangenen Werte vermittle.“ Auch Haller besuche regelmäßig Gefängnisse, so die dpa. Angesichts seiner Erfahrungen fordere der Augsburger: „Man muss mit den Jungs arbeiten.“

berichtete in erster Linie über die Neuausrichtung der Sepp Herberger-Stiftung: „Anlässlich ihres 30-jährigen Bestehens hat sich die Sepp Herberger-Stiftung des Deutschen Fußball-Bundes neu strukturiert. Das älteste Stiftungswerk des deutschen Fußballs wird eine Reihe von sozialen Förderinitiativen im Fußball aufgeben und dafür mit dem gleichen finanziellen Aufwand seine Schwerpunktthemen weiter ausbauen. […] Zu den vordringlichsten Aufgaben zählen zukünftig die Unterstützung des Fußballs in Justizvollzugsanstalten zur Hilfe der Resozialisierung von Straftätern, der Behindertensport sowie der Fußball im Jugend- und Schulbereich. Zudem hilft die Stiftung mit ihrem Sozialwerk in Not geratene Fußballern.“ Der sid schloss seinen Bericht mit einem Zitat von DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger: „Sepp Herberger war eine Persönlichkeit für Deutschland, er ist heute noch in der Welt eine Marke für Deutschland, und er hat es verdient, immer in Erinnerung der Menschen zu bleiben.“

meldeten viele Tageszeitungen personelle Neubesetzungen in der Sepp Herberger-Stiftung: „Anlässlich ihrer Jubiläumsgala in Hannover gab die Stiftung drei personelle Veränderungen im Kuratorium bekannt. Neu in das Gremium kommen der griechische Nationaltrainer Otto Rehhagel, die Intendantin des Westdeutschen Rundfunks, Monika Piel, und Peter Peters, Geschäftsführer des Bundesligisten FC Schalke 04.