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Die Förderung des Fußballs zur Resozialisierung von Strafgefangenen gehört zu den bekanntesten Aktivitäten der Sepp Herberger-Stiftung. Dazu haben in erster Linie die Repräsentanten der Stiftung durch unzählige Kontaktbesuche in den Anstalten beigetragen: Bis zu seinem Tod Fritz Walter, Kapitän der Weltmeistermannschaft 1954, Uwe Seeler, Ehrenspielführer der Nationalmannschaft, Horst Eckel, einer der "Helden von Bern", sowie Helmut Haller, Vize-Weltmeister von 1966.
Kontaktbesuche in Justizvollzugsanstalten: Uwe Seeler.
Den Aushängeschildern der Stiftung gelingt es auf ihre Art, mit den Insassen über das Leben in unserer Gesellschaft eindrucksvoll zu sprechen, damit Überzeugungsarbeit zu leisten und auf den besonderen Wert des Sports hinzuweisen. Die Kontaktbesuche haben in den nunmehr 30 Jahren der Stiftungsarbeit eine nachhaltige Wirkung erzielt.
Die Unterstützung durch die Stiftung erfolgt darüber hinaus durch finanzielle Hilfen für Übungsleiter und Trainer für ihre Arbeit mit den Gefangenen sowie durch die Bereitstellung von technischem Gerät für Justizvollzugsanstalten sowie für Jugendvollzugsanstalten.
Helmut Haller vor der JVA Siegburg
Verschiedene Einzelmaßnahmen realisiert die Sepp Herberger-Stiftung in Kooperation mit sozial und gesellschaftspolitisch wirkenden Einrichtungen. 2003 initiierte die Stiftung etwa mit der Evangelischen Konferenz für Straffälligkeitshilfe (EKS) bundesweit ein gemeinsames Projekt mit insgesamt 170 Veranstaltungen zur Förderung der Resozialisierung in Justizvollzugsanstalten.
Sepp Herberger lag gerade die Hilfe zur Resozialisierung besonders am Herzen. Und das jüngste Mitglied der Weltmeistermannschaft von 1954, Horst Eckel, weiß warum: "Die Gefangenen sollen den Weg zurück in die Gesellschaft finden. Der Sport und insbesondere die integrative Kraft des Fußballs kann dabei helfen, denn Fußball ist ein Lernfeld für das menschliche Sozialverhalten."
Trikot-Übergabe in der Justizvollzugsanstalt Darnstadt: Horst Eckel.
Auch Uwe Seeler ist davon überzeugt, dass der Fußball Hilfestellungen für eine gesellschaftliche Wiedereingliederung geben kann: "Strafgefangene, vor allem auch die jungen unter ihnen, sind nicht für alle Zeiten aus der Gesellschaft ausgeschlossen. Und die Rückkehr in das normale Leben fällt über den Sport, am besten im Verein, erwiesenermaßen leichter." Daher ist es wichtig, schon während der Haftzeit den Fußball hinter die Gefängnismauern zu bringen. "Denn Resozialisierung kann nicht früh genug beginnen", sagt auch Helmut Haller.
DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger weiß um die Wirkung, die Horst Eckel, Uwe Seeler und Helmut Haller mit ihren Besuchen in den Vollzugsanstalten hinterlassen: "Alle drei haben sich über den Fußball Respekt erworben. Sie überzeugen, gerade auch bei jugendlichen Straffälligen, durch ihre Ehrlichkeit, wenn Sie sagen: "Vergesst was war und versucht, es in Zukunft anders, besser zu machen, euch wieder über den Fußballverein einzugliedern in ein normales Leben, damit ihr wieder Anschluss findet an die Gesellschaft."
Die Förderung des Fußballs als praktische Hilfe zur Wiedereingliederung von Straffälligen in die Gesellschaft ist ein Schwerpunkt im Förderportfolio der Sepp Herberger-Stiftung.
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