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In Fortführung der Aufgaben des Sozialwerkes des Deutschen Fußball-Bundes, das 1955 eingerichtet wurde, leistet die Sepp Herberger-Stiftung seit ihrer Gründung soziale Unterstützung für bedürftige und unverschuldet in Not geratene Aktive im Fußballsport und deren Familien. Satzungsgemäße Aufgabe dieses Sozialfonds ist vor allem die Hilfe für die Personen oder ihrer Hinterbliebenen, die als aktive Sportler, ehren- oder hauptamtliche Mitarbeiter Schäden erlitten haben.
Die Sepp Herberger-Stiftung hilft etwa Amateurfußballern, die infolge eines Sportunfalls schwer verletzt werden. Ein Einzelfall verdeutlicht, wie das Sozialwerk helfen kann: Der 22-jährige Wojtek C. war in einem Verbandsligaspiel mit dem gegnerischen Torwart zusammengeprallt. Ihm musste nach einer Arterienverletzung der linke Unterschenkel amputiert werden. Der Spieler ist Student an der Sporthochschule und benötigt für sein Studium eine Sportprothese. Die Sepp Herberger-Stiftung übernahm die Anschaffungskosten.
In vielen Fällen wird die Sepp Herberger-Stiftung auf Anregung der DFB-Landesverbände nach sorgfältiger und intensiver Prüfung tätig. Wie im Fall des 7-jährigen Efekan T. Der Junge erlitt bei einem Jugendfußball-Turnier in Berlin einen Armbruch. Während der Operation kam es zu Komplikationen bei der Narkotisierung - ein hypoxischer Hirnschaden macht Efekan zum schweren Pflegefall. Mit den Kosten für die medizinische häusliche Versorgung ist die Familie überfordert. Die Sepp Herberger-Stiftung half mit einer einmaligen Solidarspende.
Für den fürsorglichen Sepp Herberger war die Betreuung der in Not geratenen Sportler eine besondere Aufgabe. Hierzu zählten für ihn vor allem auch die Alt-Nationalspieler. Die Sepp Herberger-Stiftung trägt Herbergers Wunsch bis heute Rechnung. Viele ehemalige verdienstvolle Spieler, die nach ihrer Karriere auf Hilfe angewiesen sind, werden, etwa zur Deckung von Arzt- und Pflegekosten, unterstützt. Früher war es Ehrenspielführer Fritz Walter, der als Repräsentant der Stiftung Kontakt zu vielen ehemaligen Spieler hielt. Heute ist es Horst Eckel, Uwe Seeler oder Helmut Haller, die den Kontakt mit Alt-Internationalen suchen und dem Vorstand notwendige Maßnahmen empfehlen.
Die soziale Betreuung hilfsbedürftiger Sportler und Mitarbeiter im Fußball und ihrer Angehörigen durch ein Sozialwerk gehört seit Bestehen der Sepp Herberger-Stiftung zur wesentlichen Stiftungsaufgabe.
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